Diabetes Mellitus

18.1 Definition

  • Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die auf Insulinresistenz oder Insulinmangel beruht und durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist.
  • Sie ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für schwere Begleit- und Folgeerkrankungen verbunden.
  • Das Vorstadium eines Diabetes mellitus bezeichnet man als Prädiabetes.
    • Klassifikation
    • Primär insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ-1-Diabetes) 10%
    • Nicht primär insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ-2-Diabetes) 90%

18.2 Typ-1-Diabetes
• Der Typ-1-Diabetes beruht auf einem Mangel an Insulin infolge einer Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen in den Langerhans'schen Inseln des Pankreas (Bauchspeicheldrüse).

  • Am höchsten ist die Neuerkrankungsrate bei Kindern zwischen 11 und 13 Jahren. Deshalb wurde der Typ 1 Diabetes früher auch als jugendlicher oder juveniler Diabetes bezeichnet.
  • Als Ursache des Typ-1-Diabetes gilt heute das Zusammenwirken von erblicher Veranlagung und äußeren Faktoren (z.B. bestimmte Virusinfektionen) und einer Fehlsteuerung des Immunsystems.

18.3 Therapie
1-Basistherapie

  • Ernährungsumstellung
    • Körperliche Beanspruchung
    • Stabilisierung der Stimmung (Umstellung des eigenen Umfelds)

2-Medikamentöse Therapie

  • Konventionelle Insulintherapie (CT) oder
    • Intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT) oder
    • Kontinuierliche subkutane Insulin-Infusion (CSII, Insulinpumpe)

 

18.4 Typ-2-Diabetes
Der Typ-2-Diabetes beruht auf:
1- einem verminderten Ansprechen der Körperzellen auf Insulin.
2- eine Funktionseinschränkung der Betazellen.
- Beide Faktoren alleine würden noch keinen Diabetes verursachen, aber in der Kombination resultiert eine Störung der Glukose-Homöostase.
- Der Diabetes mellitus Typ 2 macht sich meist nach dem 40. Lebensjahr erstmals bemerkbar und wurde deshalb früher auch als Altersdiabetes oder Alterszucker bezeichnet.

 

18.5 Therapie
1-Basistherapie

- Lifestyle-Änderung, d.h. insbesondere Ernährungsumstellung mit dem Ziel der Gewichtsreduktion

- Körperliche Bewegung (Sie verbessert die Glukoseaufnahme und - verwertung in der Skelettmuskulatur)

2-Medikamentöse Therapie
- Orale Antidiabetika (OAD) oder
- Konventionelle Insulintherapie (CT) (auch kombiniert mit OAD) oder
- Intensivierte Insulintherapie
- Intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT)
- Insulinpumpentherapie

18.6 Symptome
Der Diabetes mellitus kann lange Zeit symptomfrei verlaufen.
Die Symptome der Hyperglykämie sind:
1. Allgemeinsymptome

- Müdigkeit
- Antriebsarmut
- Kraftlosigkeit
- Juckreiz (Pruritus)
- Gewichtsverlust
- Durst, Polydipsie (Trinkzwang)

  1. Niere
    - Polyurie (Urinmenge mehr als 1500 ml/m2 Körperoberfläsche täglich)
    - Glucosurie (Urinzucker)
  2. Auge
    - Sehstörungen
  3. Haut
    - Dermatitis
    - Wundheilungsstörungen
    - Necrobiosis lipoidica diabeticorum (eine Hauterkrankung, die im Rahmen eine DM auftreten kann.)
    5. Immunsystem
    - Herabgesetzter Immunstatus mit häufigen Allgemeininfektionen
    - Harnwegsinfekte
  1. Nervensystem
    - diabetische Neuropathie, insbesondere Polyneuropathie

18.7 Diagnostik
Die diagnostischen Maßnahmen zur Feststellung eines Diabetes mellitus umfassen unter anderem:

- Bestimmung des Blutzuckerwerts (Nüchternblutzucker, postprandialer Blutzucker)
- Bestimmung des Urinzuckers
- Oraler Glukosetoleranztest (OGTT)
- Bestimmung des C-Peptids? Bestimmung des HbA1c-Werts

18.8 Komplikationen
- diabetische Retinopathie
- diabetische Nephropathie
- diabetische Fußsyndrom

18.9 Anamnese
Müdigkeit
O: Seit wann haben Sie die Beschwerden?
C: Ist die Müdigkeit dauerhaft da oder gehen Sie wieder weg?
A:
Allgemein: - Haben Sie Fieber?

Anämie:

 Haben Sie in letzter Zeit Hautblässe bemerkt?
 Ist Luftnot aufgetreten?

Schlafapnoe:

 Schlafen Sie gut?
 Wie viel Stunden Schlafen Sie täglich?
 Haben Sie Schwierigkeiten einzuschlafen oder durchzuschlafen?
 Schnarchen Sie beim Schlafen?
 Hat ihr Bettpartner ein lautes Schnarchen bei ihnen bemerkt?
 Treten Atempausen (Atemaussetzer) ein, die zu einem unruhigen Schlaf führen?
 Wie oft wachen Sie in der Nacht auf?
 Fühlen Sie sich nach dem Schlafen ausgeruht?
 Leiden Sie unter morgendlichen Kopfschmerzen?
 Haben Sie eine Leistungsminderung bemerkt?
 Haben Sie Schwierigkeiten sich zu konzentrieren?

Leukämie:

 Hat sich Ihr Gewicht in letzter Zeit merklich verändert?
 Sind Ihnen eine Lymphknotengrößerung aufgefallen? Sind sie Schmerzhaft?


Diabetes Mellitus

 Haben Sie vermehrt Durst und Hunger? Fühlen Sie sich häufig müde oder erschöpft? Hat
sich Ihr Gewicht in letzter Zeit merklich verändert? Leiden Sie unter Sehstörungen? Sind
Ihnen Hautveränderungen aufgefallen? Hautveränderungen wie:

 Furunkulose (Entzündung mehrere Haarbälge)
 Juckreiz
 Verzögerte Wundheilung Haben Sie Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Gliedern?

Leiden Sie unter Schmerzen in den Beinen? (Belastungabhängig oder Belastungunabhängig)?

 Haben Sie Sehstörungen? Wie Verschwommenes Sehen oder Doppelsehen.
Familienanamnese

 Gibt es in Ihrer Familie Erkrankungen, die häufig vorkommen, wie z. B. Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, frühe Sterblichkeit, Amputation?

 Gibt es in Ihrer Familie Erbkrankheiten?

Soziale Anamnese
Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

 Haben Sie vermehrt Durst?
 Müssen Sie sehr häufig Wasserlassen? Wie häufig?
 Fühlen Sie sich häufig müde, erschöpft?
 Leiden Sie unter Sehstörungen?
 Sind Ihnen Hautveränderungen aufgefallen? Furunkel? Juckreiz? Verzögerte Wundheilung?
 Hautveränderungen wie Furunkulose (Entzündung mehrerer Haarbälge)

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese

 Sind Sie übergewichtig? Geben Sie bitte uns Ihr Körpergewicht (in kg) und Ihre
Körpergröße (in cm) an.
 Rauchen Sie? Wenn ja, wie viele Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen pro Tag?
 Trinken Sie Alkohol? Wenn ja, welches Getränk bzw. welche Getränke und wie viele Gläser pro Tag?
 Nehmen Sie Drogen? Wenn ja, welche Drogen und wie häufig pro Tag bzw. pro Woche?

Eigenanamnese inkl. Medikamentenanamnese

 Vorerkrankungen (Fettstoffwechselstörungen, Hypertonie/Bluthochdruck, erektile
Dysfunktion/ Erektionsstörungen)
 Schwangerschaftsanamnese (Geburt von Kindern > 4.000 g)
 Operationen
 Allergien
 Medikamentenanamnese (s. u.)
 Umweltanamnese

Medikamente (mit potentiell diabetogener Wirkung)

 5-Alpha-Reduktasehemmer (Dutasterid, Finasterid) [7]
 Alloxan
 Alphablocker, zentralwirksame
 Antiarrhythmika
 Antibiotika
o Gyrasehemmer (der 1. Generation) – Nalidixinsäure
o Rifampicin
 Antidepressiva
o trizyklische Antidepressiva [Insulinresistenz ↑, Gewichtszunahme]
 Antiepileptika
o Phenytoin
 Antihypertensiva
o Imidazoline (Clonidin) …

18.10 Der Fall
SA
:

  • Beruf: Angestellte beim Autolieferbetrieb
    • Familienstand: verheiratet
    • 3 Kinder
    • Hausarzt Herr Dr. Stein

AA:
Ich Berichte über die 62-jährige Patientin, geboren am 01.02.1960, wohnhaft in Frankfurt, die sich bei uns wegen seit 6 Monaten Fatigue vorstellte.
Darüber hinaus gibt Sie an, dass Sie Insomnie wegen Nykturie habe.
Des Weiteren fügt die Patientin Durst (kann 3 Liter Wasser tagsüber trinken), Pollakysurie, Flatulenz (= Darmwind, Leibwind und Blähwind = pet), Obstipation, Diarrhö. Die Frage nach Pruritus wurde verneint. (Ich musste noch über Appetit und Gewicht nachfragen).


VE

  • Zystitis = Blasenentzündung vor 2 Monaten
    • aHT seit 6 Jahren
    • Gonartralgie = Knie Gelenkverschleiß

OP
• Appendektomie vor über 30 Jahren
• Phalanxligamentum links (=fingergliedband?) sei operiert worden (hab vergessen wann,

war ein Bandruptur= Bandriss= rupture ligament)
Medikamente:

  • Ramipril,
    • Bisoprolol (Dosierung unbekannt)
    • Nasespray mit Kortison bei Bedarf

Allergie/Unverträglichkeiten:
• Heuschnupfen (Pruritus=juckriez, Konjunktivitis= Bindehautentzündung, Rinitis= Schnupfen)

Noxen:
• Raucherin (0,5 x ~42 = 21 p.y)
• Drogen und Alkoholkonsum seien unauffällig

Familie:
• Vater sei mit 54 an Herzinfarkt gestorben
• Mutter leide an Demenz, Alterzucker = DM typ 2
• Geschwister seien gesund

Gyn. Anamnese hab vergessen
Diagnose
- Diabetes Melitus,
DD

  • Morbus Cushing,
    • Hyperthyreose

Was habe ich? ist das gefährlich?
Patientin am Ende hat nach Diagnose gefragt und hatte Angst, dass ihr Beim amputiert werden
kann.
Wie lange soll sie im Krankenhaus bleiben?
ob sie eine Krankschreibung bekommt?
Fragen Von Oberärztin:

Körperliche Untersuchung:
• Metabolisch syndrom
• Exsikkose
• Kussmaul Atmnug
• Azetongeruch
• Somnolenz
• Tachykardie
• Neuropathien
• AVK
• Sehstorungen
Laborparameter:
• Glukose venos
• HbA1c
• Urinuntersuchung
• Kreatinin + Harnstoff + GFR

Behandlung?
(man muss von Ernährungskonsultationen und Diabetschulung anfangen) Ernährungskonsultationen
Diabetschulung: intensive Patientenschulung ist erforderlich, um lebensgefährliche Hypo- und Hyperglykämien zu vermeiden und dem Ziel einer normoglykämischen Stoffwechsellage nahe zu kommen Gewichtsreduktion ausgewogene Ernährung
Medikamentös:

  • Antidiabetika: Biguanide, glinide…
    • Insuline

welche Organe werden bei Diabetes geschädigt
• Pankreas = Bauchspeicheldrüse
• Gehirn, mit daraus folgendem Schlaganfall. ...
• Augen: diabetische Retinopathie. ...
• Nieren: diabetische Nephropathie. ...
• Nerven: diabetische Neuropathie
• Herz, mit daraus folgendem Herzinfarkt. ...

bei welchen Ärzten soll Patientin Konsultationen bekommen.
• Endokrinologe
• Kardiologe
• Augenarzt

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