Fahrradunfall

 Allgemeine Unfallchirurgie

  • Fraktur/ Knochenbruch: Trennung der Kontinuität des Knochens
    • Luxation: Verrenkung
    • Distorsion: Zerrung, Verstauchung, Verdrehung
    • Ruptur: Riss, Kontinuitätsunterbrechund an Weichteilen (Muskel, Sehne, Band)
    • Kontusion: Prellung
    • Pseudarthrose: falschgelenk
    • Epiphyse > Metaphyse > Diaphyse > Metaphyse > Epiphyse: Abschnitt der Röhrenknochen
    • Endoprothese: Implantate, die natürliche Körperstrukturen ersetzen
    • Condylus: Gelenkknorren

23.2 Frakturzeichen
Unsichere Frakturzeichen

  • Tumor - Schwellung
    • Dolor - Schmerz
    • Rubor - Rötung
    • Calor - Wärme
    • Functio laesa - eingeschränkte Beweglichkeit
    • Frakturhämatom

sichere Frakturzeichen
• Deformität
• Frakturdislokation, Röntgenbild
• Krepitation "reibegeräusche"
• sichtbare Knochenfragmente bei offener Fraktur

23.3 Frakturdiagnostik
• Anamnese
• klinische Untersuchung
• Beweglichkeitseinschränkung nach der Neutral-0-Methode
• direkte & indirekte Fraktur Zeichen
• Begleitverletzungen MDS (Motilität, Durchblutung, Sensibilität)
• Bildgebinde Verfahren
• Röntgen
• CT
• MRT
• Duplexsonografie (Gefäßverlatzung)

23.4 Knieverletzungen
Unter dem Überbegriff "Luxation, Verstauchung (Distorsion) und Zerrung des Kniegelenks und von Bändern des Kniegelenkes" werden folgende Knieverletzungen zusammengefasst:

  • Luxation der Patella (Kniescheibe; ICD-10-GM S83.0) – diese kann weiter unterschieden
    werden in:

o akute traumatische Patellaluxation
o akute habituelle Patella(sub)luxation
o rezidivierende Patella(sub)luxation
o kongenitale Patellaluxation ‒ Luxation, die durch eine genetisch bedingte Fehlbildung bedingt ist
• Luxation des Kniegelenkes (ICD-10-GM S83.1) – in der Regel bei Sport- oder Verkehrsunfällen (hochenergetische Traumata)
• Akuter Meniskusriss (ICD-10-GM S83.2) – vor allem hervorgerufen durch Drehbewegungen bei fixiertem Unterschenkel oder aber degenerativ
• Akuter Riss des Kniegelenkknorpels (S83.3)
• Verstauchung und Zerrung des Kniegelenkes mit Beteiligung des (fibularen) (tibialen) Seitenbandes (fibular (Wadenbeinknochen)/tibial (Schienbein); ICD-10-GM S83.4) – partiell oder komplett

  • Verstauchung und Zerrung des Kniegelenkes mit Beteiligung des (vorderen) (hinteren) Kreuzbandes (ICD-10-GM S83.5) – partiell oder komplett
  • Verstauchung und Zerrung sonstiger und nicht näher bezeichneter Teile des Knies (ICD-10-GM S83.6)
  • Verletzung mehrerer Strukturen des Knies (ICD-10-GM S83.7) – Kombination von Meniskus- mit Bänderverletzungen

Das Kniegelenk ist bei Sportarten mit Gegnerkontakt (z. B. Handball, Fußball) oder hohen Drehbelastungen besonders gefährdet.
Meniskusverletzungen zählen zu den häufigsten Sportverletzungen des Kniegelenks (25-40 % der Knieverletzungen). Unter den Bandverletzungen sind Verletzungen des Innenbandes sowie des vorderen Kreuzbandes führend.
Nach Schäden im Sprunggelenk zählen Verletzungen des Kniegelenks zu den häufigsten Sportverletzungen (ca. 30 % aller Sportverletzungen). Eine Kombination aus vorderem Kreuzbandriss, Schaden am Innenmeniskus und Verletzung des medialen Seitenbandes wird am häufigsten diagnostiziert.

23.5 Differentialdiagnosen
Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98)

  • Akute traumatische Patellaluxation
    • Akute habituelle Patella(sub)luxation
    • Bandverletzungen
    • Frakturen (Knochenbrüche) im Bereich des Kniegelenkes, nicht näher bezeichnet
    • Freie Gelenkkörper
    • Hypertrophierte Plica mediopatellaris (eine Falte der Synovia (innere Gelenkhaut) im Kniegelenk, die in das Innere des Kniegelenks hineinragt)
    • Knochen-/Knorpel-Verletzungen im Bereich des Kniegelenkes, nicht näher bezeichnet
    • Kongenitale Patellaluxation – Luxation, die durch genetisch bedingte Fehlbildungen bedingt ist
    • Läsion des medialen Seitenbandes
    • Meniskusverletzungen
    • Rezidivierende Patella(sub)luxation
    • Unhappy-Triad-Verletzung – mediale Meniskusläsion, vordere Kreuzbandruptur und Zerreißung des medialen Seitenbandes
    23.6 Anamnese
    Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik der Knieverletzungen dar.

Familienanamnese

  • Gibt es in Ihrer Familie häufig Knochen-/Gelenkerkrankungen?
    Soziale Anamnese
  • Welchen Beruf üben Sie aus?
    Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)
  • Haben Sie Schmerzen? Falls ja, wann treten die Schmerzen auf?
    • Wo sind die Schmerzen lokalisiert?
    • Besteht bei Ihnen eine Funktionseinschränkung des Knies?
    • Beschreiben Sie bitte detailliert den Unfallhergang!
    • Kniedrehung?
    • Kräfte in Richtung der Gelenkachse von innen nach außen?
    • Kräfte in Richtung der Gelenkachse von außen nach innen?
    • Direkte Gegnereinwirkung?
    • Welche Beschwerden sind Ihnen aufgefallen?
    • Haben Sie Schmerzen im Knie? Eher an der Innenseite? Außenseite?
    • Welchen Charakter haben die Schmerzen? Stechend? Dumpf?
    • Haben Sie eine Veränderung des Knies, wie eine Schwellung, bemerkt?
    • Wie lange bestehen diese schon?
    • Wann sind die Beschwerden aufgetreten?
    • Gab es ein auslösendes Moment? Beschreiben Sie bitte den Verletzungsvorgang.
    • Haben Sie das Gefühl, dass das Knie instabil ist? Knickt es Ihnen weg?

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese
• Treiben Sie Sport? Wenn ja, welche Sportdisziplin(en) und wie oft wöchentlich?

Eigenanamnese inkl. Medikamentenanamnese
• Vorerkrankungen (Verletzungen, Knochen-/Gelenkerkrankungen)
• Operationen
• Allergien
• Medikamentenanamnese

23.7 Der Fall
Deri 61-jährige Patient (Ich erinnere mich nicht an den Namen, es war ein bisschen schwierig), der sich bei uns wegen seit gestern Mittag, bestehenden, dumpfen Extremität inferior dexter- Schmerzen, infolge eines Fahrradunfall.
Dem Patient zufolge sei er auf sein rechtes Knie gestürzt.
Der Patient berichtete, dass er Ibuprofen 800mg eingenommen habe, aber es habe keine Besserung gebracht.
Die Folgenden Begleitsymptomen seien dem Patienten aufgefallen:
Ödem des ganzen rechten Beines,
Bewegungseinschränkung und Hämatome im rechten Knie.
Die Frage nach Schwindel vor oder nach dem Unfall wurde verneint.
VA:
Die Vegetative Anamnese sei unauffällig bis auf Insomnie wegen Schmerzen.
VE:
Arterieller Hypertonie,
Arthritis Rheumatica (=Rheuma)

VO:
z.n. Osteosynthesis im LWS (lendenwirbelsaure) vor 7 Jahren.
Medikamente:
B-Blocker 1-0-1 (der Patient sagte 50 mg, aber Sie erinnern sich nicht an den Namen); Simvastatin
20mg 0-0-1 und
Ibuprofen b.B.;
Spray gegen Allergie in Frühjahr.
Allergien:
Novalgin. Es äußert sich mit Exanthem
Pollen. Es äußert sich mit Rhinitis.
Noxen:
Nikotinkonsum wurde verneint;
Alkoholkonsum wurde mit 1 Große Glas Apfelwein jeden Tag
Drogenkonsum wurde verneint;
Familienanamnese:
Vater: gestorben infolge einer Apoplexie
Mutter: Demenz, DM-Typ II
Soziale Anamnese:
Der Patient sei geschieden. Habe 3 Kinder (kleines Kind, bei dem Epilepsie diagnostiziert wurde).
Die Fragen, die mir die Kommission stellte, waren:
1. Welcher B-Blocker wird 50 mg dosiert?
Metoprolol
2. Aus welchem Grund ist der Patient gestürzt?
weil ich den Patienten in der Anamnese gefragt habe, ob ihm schwindelig geworden sei.
3. Welche Diagnose? Patellafraktur
4. Differentialdiagnose?
- Kreuzbandruptur,
- proximale Tibia Fraktur,
- Patellaluxation.

  1. Welche diagnostischen Maßnahmen empfehlen Sie in diesem Fall?
    - Röntgen des rechten Knies und
    - MRT des Knies.

23.8 Der Fall Nr. 2
Herr Hübsch 47J, 1.59m, 51.3 Kg
Er stellte sich nach einem Fahrradunfall vor.
Er sei unterwegs zur Arbeit gewesen als ein Auto schnell umgefahren und er sei auf die rechte Seite hingefallen auf die ausgestreckte Hand.
Er habe brennende Schmerzen (7/10) + Exkoriationen +Rubor+ Calor +ödem+ schmerzbedingte Bewegungseinschränkung
Er habe einen Helm getragen und die Tetanus Booster war seit 6 J
Die Fragen nach: Nausea, Vertigo, Dyspnoe, Bauchschmerzen wurden verneint
VE:

  • aHT,
    • Hyperlipidämie,
    Vertigo

Medikamente:
• ACE Hemmer,
• Diuretika,
• Simvastatin,
• Lavendelöl Tabletten

Allergie:
• Amoxicillin,
• Milben (acariens): Krise

Noxen:
• Rauche 3 Zig/ tag seit 8 J
• Trinke ein Glass Weiß Weinschörle Täglich
• Hatte Als Jugend Drogen Kontakt gekeift?

SA:
Getrennt, 4 Kinder, Sozialpädagoge von Beruf, sehr gestresst auf der Arbeit
FA:
Vater: Kolon Karzinom, DM
Mutter: Melanom, aHT

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